Die Geishas und die Faszination, die sie auf Europäer ausüben In den schmalen Gassen Kyotos, wo der Abendhimmel sich in zarten Pastelltönen über die traditionellen Holzhäuser legt, beginnt eine Welt zu erwachen, die für viele Europäer wie ein Traum aus Seide und Geheimnis erscheint. Es ist die Welt der Geishas, jener kunstvollen Meisterinnen der Eleganz, deren Anmut und Rätselhaftigkeit seit Jahrhunderten nicht nur Japan, sondern auch den Westen in ihren Bann zieht. Doch was ist es, das diese Frauen, eingehüllt in Kimonos von schimmernder Pracht, mit ihren geheimnisvollen Lächeln und perfektionierten Künsten, für uns Europäer so unwiderstehlich macht? Die Geisha, wörtlich „Person der Künste“, ist weit mehr als nur eine Ikone japanischer Kultur. Sie ist ein lebendiges Kunstwerk, eine Verkörperung von Disziplin, Ästhetik und einer fast überirdischen Hingabe zur Schönheit. Ihre Existenz ist ein Tanz auf dem schmalen Grat zwischen Mensch und Mythos, zwischen Realität und Ideal. Für E...
Singapur – Ordnung, Wachstum, Kontrolle: Eine Stadt als Staat und Weltlabor Von außen wirkt alles makellos. In der südostasiatischen Metropole Singapur gleiten Züge lautlos durch makellos saubere Stationen, Müll existiert nur in der Erinnerung, und Verbrechen scheint eine ferne Realität. Doch hinter der polierten Fassade eines der erfolgreichsten Stadtstaaten der Welt verbergen sich Widersprüche: wirtschaftlicher Aufstieg durch autoritäre Effizienz, eine multikulturelle Gesellschaft unter strenger Führung und ein Modell, das ebenso Bewunderung wie Kritik hervorruft. Der Aufstieg aus dem Nichts Singapur ist ein Paradoxon: Kaum größer als Hamburg, ohne nennenswerte natürliche Ressourcen, entwickelte sich die ehemalige britische Kolonie binnen weniger Jahrzehnte zu einem der reichsten Länder der Welt. Der wirtschaftliche Aufstieg begann mit der Unabhängigkeit 1965. Damals verließen britische Truppen das Land, die Union mit Malaysia war zerbrochen – und Singapur stand allein da. ...